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Seit über 40 Jahren tut sie Gutes in der Region

Das Hilfswerk der Mediengruppe Pressedruck Augsburg und des Allgäuer Zeitungsverlags unterstützt jährlich über 3000 Hilfsbedürftige

Kartei der Not
Die neujährige Lena lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Ort im Allgäu. Bei ihrer Geburt bekam sie nicht genug Sauerstoff, erlitt einen Hirnschaden und kann weder laufen noch alleine stehen. Geistig ist sie auf dem Stand einer Vierjährigen und das wird sich auch nicht ändern. Die Eltern lieben ihre Lena über alles und haben die Pflege selbst übernommen. Sie müssen oft mit ihr zum Arzt oder ins Krankenhaus. Damit Lena im Auto sitzen kann, gibt es einen speziellen Kindersitz.

Doch Lena wird größer und schwerer und kann bald nicht mehr von ihrem Vater ins Auto gehoben werden. Der Wagen muss umgebaut werden, damit Lena mit dem Rollstuhl direkt in den Kombi gefahren werden kann. Der Umbau kostet fast 12 000 Euro, Geld, das die Familie aus eigenen Mitteln nicht aufbringen kann. Lenas Eltern wandten sich an die Kartei der Not, die gemeinsam mit einer anderen Stiftung den Umbau des Autos übernommen hat.

Ein Fall aus der jüngeren Vergangenheit, ein Fall aus unserer Region, bei dem die Kartei der Not um Hilfe gebeten wurde – und geholfen hat! Ein Fall von fast 3000, die jedes Jahr als Hilfsanträge an die Kartei der Not gestellt werden.

©Ralf Lienert
Seit ihrer Gründung im Jahr 1965 hat die Kartei der Not Menschen in der Region mit mehr als 33 Millionen Euro unterstützt. Menschen, die selbst oder ihre Kinder und Angehörigen durch einen Schicksalsschlag, durch Krankheit oder einen Unfall unverschuldet in Not geraten sind.

Die Kartei der Not hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Menschen zu helfen. Menschen, die durch das soziale Netz fallen und die allein nicht mehr weiter wissen. Menschen, bei denen es oft am Nötigsten fehlt: An warmer Winterkleidung, an Schuhen für die Kinder, an Möbeln nach einem Umzug oder an der Reparatur eines Rollstuhls, weil dieser von der Krankenkasse nicht bezahlt wird. Oder eben am Umbau eines behindertengerechten Fahrzeuges, der die meisten Familien finanziell überfordert.

©Heinz Budjarek
Die leider verstorbene Vorsitzende des Kuratoriums der Kartei der Not, die frühere Herausgeberin der Augsburger Allgemeinen, Ellinor Holland, hat einmal gesagt: „Die Not vor unserer Haustür geht uns alle an“. Not kann jeden treffen: egal ob alt oder jung, ob er fest und mit beiden Beinen im Leben steht oder schon immer am Rande der Gesellschaft gelebt hat. Ein Unfall, der Verlust eines lieben Angehörigen, der Tod eines Kindes, Arbeitslosigkeit und sozialer Abstieg: dies alles kann das Leben eines Menschen von einem Tag auf den anderen verändern.

©Dietmar Widmann
Firma Hundegger
Vielfach sind es alleinerziehende Mütter, die sich melden und um Hilfe für sich und ihre Kinder bitten. Denn oft sind es Frauen, die die Leidtragenden in unserer Gesellschaft sind. Sie vor allem müssen große Lasten schultern: Arbeit, Erziehung, Fürsorge und Liebe. Viele schaffen es alleine, aus eigener Kraft. Aber immer mehr brauchen die Hilfe ihrer Mitmenschen, die Hilfe der Kartei der Not.

Pro Jahr treffen über 3200 Anfragen bei der Kartei der Not ein. Fast 3 000 Unterstützungsanträge werden jährlich vom Kuratorium der Kartei der Not genehmigt. Meistens wird armen Kindern und deren Familien, Behinderten, Kranken, alten Menschen mit kleinen Renten geholfen. Die Kartei der Not fördert aber auch beispielhafte Projekte von gemeinnützigen Organisationen. Dies alles ist nur möglich mit der Unterstützung durch die Leserinnen und Leser der Allgäuer Zeitung und der Heimatzeitungen und durch Spenden von Firmen und Betrieben aus unserer Region.

Bundeswehr Big Band
©Laurin Schmid
Die Mitarbeiter der Allgäuer Zeitung und der Heimatzeitungen sind stolz auf die hohe Anerkennung, die das Hilfswerk mittlerweile in der Region hat. Die Arbeit der Kartei der Not wird immer wichtiger, denn auch in unserer Region wächst die Zahl derer, die auf Hilfe angewiesen sind. Ihnen zu helfen, ihnen finanzielle Unterstützung zu gewähren und sie auf ihrem weiteren, oft schweren Schicksalsweg zu begleiten, wird auch in Zukunft der wichtigste Auftrag der Kartei der Not, des Leserhilfswerks unserer Zeitung, sein.

Um diese Not lindern zu können, ist die Kartei der Not auf Spenden angewiesen. Nicht nur auf die großen Spenden der Unternehmen, sondern auch auf die vielen kleinen Spenden, die die Kartei der Not auf verschiedenen Wegen erreichen. Diese Gelder gehen direkt an die Bedürftigen auch in unserer Region, ohne Umwege und ohne Abzug irgendwelcher Verwaltungskosten. Alle Mitarbeiter der Kartei der Not arbeiten zudem ehrenamtlich und engagieren sich gern für die gute Sache.

Mehr Informationen:


Spendenkonto:
Sparkasse Allgäu
Konto-Nummer 4440
BLZ 733 500 00

Hilfebedürftige kommen in Kontakt mit der Kartei der Not auf verschiedenen Wegen:

Stiftung Kartei der Not
Curt-Frenzel-Straße 2
86167 Augsburg
Tel: 0821/ 777-2121
Fax: 0821/ 777-2122
Email: info@karteidernot.de

Per Post:

Kartei der Not c/o Allgäuer Zeitung
Heisinger Straße 14
87437 Kempten

Im Internet:
www.karteidernot.de